Endlich - Schloss Biesdorf seit 22. März geöffnet

vom 14.04.2021

Das Ende der "kulturlosen" Zeit ist da. Das Land Berlin gestattet die Eröffnung zahlreicher Einrichtungen in den nächsten Wochen. Noch klarer formuliert es die Zweite SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmen-verordnung vom 4. März 2021. Es heißt dort unter §20 Kulturelle Einrichtungen Abs. 2:

"Museen, Galerien und Gedenkstätten dürfen für den Publikumsverkehr geöffnet werden, sofern ein Einlass nur nach vorheriger Terminbuchung erfolgt. Für die Steuerung des Zutritts zur Sicherung des Mindestabstandes gilt ein Richtwert für die maximal zulässige Anzahl von Besucherinnen und Besuchern je Ausstellungs- oder Betriebsfläche von insgesamt höchstens einer Besucherin oder einem Besucher pro 40 Quadratmetern Ausstellungs- oder Betriebsfläche."

Die Staatlichen Museen Berlin öffneten die ersten Häuser bereits am 16. März, weitere folgten am 1. April.

Pandemie-bedingt gelten für Schloss Biesdorf zur Zeit als Einlassvoraussetzung ein Corona-Negativtest und eine digitale Anmeldung, die auf der Startseite von Schloss Biesdorf verfügbar ist. Auch eine gänzliche Schließung ist bei anhaltend steigenden Inzidenzwerten möglich. Daher erkundigen Sie sich bitte, das ist auch telefonisch möglich unter 030 516 56 77 90, über die aktuellen Einlassbedingungen.

Zu sehen ist die lange geplante Ausstellung "Zeitumstellung". Die Exposition entstand in Zusammenarbeit mit dem Kunstarchiv Beeskow und wird das gesamte Haus füllen. Dafür sind mehr als 70 Künstlerinnen und Künstler mit Werken vertreten. Zwei Eindrücke können wir Ihnen vermitteln:

Foto: facebook schlossbiesdorf

Foto: facebook schlossbiesdorf

Elke Neumann, die Kuratorin der Ausstellung, hat den dortigen Bestand gesichtet und nach Werken gesucht, die bisher noch nicht gezeigt wurden. Zu den Repräsentanten zählen unter weiteren Manfred Butzmann, Friedrich-Wilhelm Fretwurst, Ellen Fuhr, Bruno Griesel, Harald Hauswald, Susanne Kandt-Horn, Konrad Knebel, Harald Metzkes, Otto Müller, Gerhard Rommel, Rolf-Xago Schröder, Hans Ticha und Walter Womacka. Das sind Namen mit hervorragendem Klang. Zuletzt hatte Elke Neumann 2019 in der Kunsthalle Rostock eine Ausstellung zum Palast der Republik kuratiert. Die Kuratorin stammt aus Brandenburg und hat an der TU Berlin Kunstgeschichte und Kunstkritik studiert.

Das Zusammenspiel ausgewählter Arbeiten des Beeskower Bestandes mit heutigen Sichtweisen ermöglicht neue Dialoge und Fragestellungen. Werke des Kunstarchivs werden mit aktuellen Arbeiten zeitgenössischer Künstler*innen andere Perspektiven auf die DDR eröffnen und den Blick über die historisch bedingten Grenzen hinaus erweitern. Ein Ausstellungskatalog ist ebenso geplant wie ein Rahmenprogramm und Angebote für Schulen. Der Eintritt für die Ausstellung ist wie gewohnt frei. Die Ausstellung wird bis zum 21. August zu sehen sein.

Zum Spazieren bietet der Schlosspark schon jetzt Möglichkeiten...

(Axel Matthies)

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